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Religion

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99 Prozent der türkischen Bevölkerung sind Muslime, das heißt Anhänger des Islam. Sie feiern ihren Gottesdienst in einer Moschee. Die Moschee ist auch ein Ort der Ruhe und Begegnung. Der Islam hat fünf Grundlagen oder auch Säulen genannt, das sind: Glaubensbekenntnis, Gebet, Pilgerfahrt nach Mekka, Almosen und Fasten im Monat Ramadan.

 

Muslime glauben, dass es nur einen Gott gibt. Sie nennen ihn Allah. Sie glauben, dass Allah Propheten ausgeschickt hat, um seine Gesetze zu lehren. Mohammed ist für Muslime der letzte, gesetzbringende und wichtigste Prophet. Er wurde um 570 in Mekka, einer Stadt in Arabien, geboren. Das Heilige Buch des Islam heißt Koran. Der Koran ist auf Arabisch geschrieben. Muslime sind davon überzeugt, dass er die Worte enthält, die der Prophet Mohammed von Gott empfangen hat. Jesus wird im Koran als ein Prophet des Islam dargestellt.

 

Fünf Mal am Tag soll gebetet werde, wenn möglich in einer Moschee. Muslime wenden sich dabei in Richtung ihrer religiösen Hauptstadt Mekka. Einmal in seinem Leben soll ein Muslim eine Pilgerfahrt, den Hadsch, nach Mekka unternehmen. Außerdem ist die Abgabe von Almosen als sozialer Ausgleich gedacht.

 

Der neunte Monat des islmaischen Kalenders heißt Ramadan. Für die Muslime ist das eine Zeit des Fastens, der Buße und der Selbstbeherrschung. Erwachsene und gesunde Menschen halten sich daran. Für Kinder, Kranke und Schwangere gibt es Ausnahmeregeln. Im Ramadan danken die Menschen Allah für ihre tägliche Nahrung. Viele spüren gerade in dieser Zeit besonders viel Solidarität mit den Armen. Für etwa 30 Tage wird nach Sonnenaufgang nichts mehr gegessen oder getrunken. Erst am Abend, wenn die Sonne untergegangen ist, wird das Fasten gebrochen. Der Ramadan endet mit einem Fest, auch Ramadan-Fest genannt. Dieses fröhliche Fest dauert drei Tage. In der Vorlesegeschichte zur Türkei wird erzählt, wie Wichtel das Ramadan-Fest mit seinen Freunden feiert.