Religion
Die meisten Peruaner sind Christen. Mehr als 95 Prozent der Bevölkerung sind katholisch. Nach der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert missionierten viele katholische Priester bei den peruanischen Eingeborenen in den Anden. Das Christentum wurde fast überall im Land verbreitet. Bis heute sind allerdings viele Elemente der früheren Religiosität erhalten. Diese geben dem Christentum in den Anden besondere Eigenschaften. Ein Beispiel davon ist die Vorstellung der Erdmutter oder "Mutter Erde" (auf Quetschua: "Pachamama"). Viele Menschen aus dem hochland verbinden die Vorstellung der Erdmutter mit der christlichen Jungfrau Maria. Die Jungfrau Maria steht dann für Fruchtbarkeit, die gute Ernten ermöglicht oder für eine gute Aufzucht des Viehs sorgt.
In Peru werden Hunderte von Heiligen verehrt und für sie werden eigene Feste gefeiert. Die bekanntesten sind: die Heilige Rosa aus Lima und San Martín aus Porres. Manche Heiligenfeste werden auch von den evangelischen Christen mitgefeiert.
Karneval gibt es auch in den peruanischen Anden. Er beginnt drei Tage vor Aschermittwoch mit bunten Umzügen und fröhlichem, ausgelassenen Feiern.
