Religion
Der Tanach ist die Heilige Schrift der jüdischen Religion. Er besteht aus der Thora, den Prophetenbüchern und Schriften. Die Bibel wird "Hebräische Bibel" genannt, entspricht aber weitestgehend dem Alten Testament. Die Thora, das sind die fünf Bücher Mose, ist für Juden besonders heilig. Sie ist von Hand auf Pergamentrollen geschrieben. Im Gottesdienst in der Synagoge wird aus ihr vorgelesen.
Die Juden verteilten sich nach der völligen Zerstörung ihrer Strukturen durch die Römer im 1. und 2. Jahrhundert nach Christus auf die ganze Welt. Sie nennen ihre Zerstreuung "Diaspora".
Die Juden warten auf den Messias, der von Gott gesendet wird. Er soll der ganzen Erde Frieden und Gerechtigkeit bringen.
Der Feiertag der Juden ist der Schabbath. Er beginnt mit dem Sonnenuntergang am Freitagabend und endet Samstagabend. Es soll ein Tag der Ruhe und Erholung sein. Am Schabbath ruht deswegen für Gläubige alle Arbeit, auch das Kochen!
Es gibt strenge Vorschriften, was Juden essen dürfen und was nicht. Blut darf man nicht verspeisen. Milchprodukte und Fleisch dürfen nicht zusammen oder in den gleichen Gefäßen zubereitet werden. Tiere müssen geschächtet, also rituell geschlachtet, werden. Speisen, die nach den religiösen Regeln gekocht wurden, nennt man koscher. Gläubige Juden halten sich daran und berufen sich dabei auf die heiligen Schriften.
Der jüdische Kalender ist anders als der christliche. Die Monate haben andere Namen, außerdem beginnt das neue Jahr im Herbst. Ein wichtiges Fest zum Beispiel ist das Chanukka-Fest. Dabei feiern Juden die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels.
